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Winterzeit - Erkältungszeit
Interview mit " P WIE PAPI "
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In der Novemberausgabe der Zeitschrift "P WIE PAPI" erschien das folgende, mit mir geführte Interview zum Fragenkomplex "Erkältungskrankheiten bei Babys".

Herr Dr. Langer, ist die Sorge vieler Eltern berechtigt, wenn sie bei ihrem Baby Erkältungssymptome bemerken?
Eine sorgende Aufmerksamkeit ist auf jeden Fall berechtigt, vor allem bei ganz jungen Säuglingen.Ein Infekt der oberen Luftwege, der von einem älteren Kind nur als lästige Erkältung empfunden wird, ist für einen Säugling schon eine ernste Erkrankung. Die Nahrungsaufnahme kann durch den Schnupfen stark behindert sein. Es kommt häufiger zu Komplikationen, also zu einer Mittelohrentzündung, Bronchitis und eventuell einer Lungenentzündung.

Bei welchen Anzeichen sollten Eltern auf alle Fälle den Kinderarzt aufsuchen:
Bei einer stärkeren Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, erkennbar an anhaltender Unruhe, Erbrechen, Nahrungsverweigerung oder Durchfall. Ebenso ist bei starkem Husten, Kurzatmigkeit oder anhaltendem Fieber über 39 Grad eine ärztliche Untersuchung unbedingt ratsam.
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Ab wann kann ein Kind gegen Grippe geimpft werden? Empfehlen Sie diese Impfung?
Der Grippeimpfstoff ist ab dem 6. Lebensjahr zugelassen. Die Impfung wird für sogenannte Risikokinder empfohlen. Das sind Patienten mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, des Herzens oder des Stoffwechsels. Ferner Kinder mit Erkrankungen des Immunsystems. Man wird also im Einzelfall beraten und entscheiden müssen. 
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Können Sie Eltern einige Tipps geben, wie sie ihrem erkälteten Baby helfen können?
Das beste Beruhignugsmittel ist frische Luft. Es handelt sich ja in der Regel nicht um Erkältungen im Sinne einer Unterkühlung, sondern um eine Infektion. Deshalb ist die oft vorhandene Angst vor kühler Luft 
 

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völig unbegründet. Also: das Kind entsprechend bekleidenund dann bei offenem Fenster schlafen lassen. Heizung abstellen. Diese Empfehlung ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die Wohnung nicht inmitten eines von Autoabgasen und sonstigen Umweltbelastungen extrem betroffenen Bereichs liegt.
Bei verstopfter Nase sollten Nasentropfen und bei Fieber über 39 Grad eventuell ein Fieberzäpfchen verabreicht werden.
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Kann/ darf man beim Baby schon Wickel und Inhalationen anwenden?
Mit therapeutischen Brustwickeln ist im Säuglingsalter Vorsicht geboten. Das betrift Wärmewickel (Gefahr der Überwärmung) ebenso wie Wickel mit ätherischen Ölen, die unter Umständen zu Atemstörungen führen können. Inhalationen mit der Kalt-Vernebelung von geeigneten Arzneien oder Salzlösungen sind oft erfolgreich. Die Geräte dafür sind allerdings nicht ganz billig. Gesichtsnahe Inhalationen mit warmen Dämpfen sind in diesem Alter ungeeignet. Unbedenklich ist es, in der Nähe des Bettes ein geeignetes Mittel zu verdampfen. Lassen Sie sich ein Mitel von Ihrem Kinderarzt empfehlen.
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Wie können Eltern vorbeugen, dass ihr Baby erst gar nicht so viele Infekte bekommt? Ist es überhaupt sinnvoll, die Infekte zu vermeiden?
Der zweite Teil Iherer Frage ist ja mehr hypothetisch, denn eine völlige Vermeidung von Infekten wird nie möglich sein, da die große Zahl von Erregern und die normalen menschlichen Kontakte dies verhindern. Auch trainieren die unvermeidlichen Erkrankungen in der Tat das Immunsystem. Eine Häufung  von Infekten kann andererseits die Immunabwehr eines jungen Kindes überfordern und den Boden für Komplikationen bereiten. Eine Vorbeugung ist durch das Vermeiden vorhersehbarer Infektionskontakte möglich. Neben einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Aufenthalte an der frischen Luft haben sich darüber hinaus auch bei jungen Kindern bereits vorsichtige abhärtende Maßnahmen bewährt, so z.B. Bürstenmassagen oder Kaltwaschungen im Gesichtsbereich. Dagegen sind kräftige Abhärtungsmaßnahmen wie Saunabesuche in diesem Alter abzulehnen. 
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© Dr.P.Langer