Mein
Sohn ist an einer Chorea minor erkrankt. Ich bitte um eine kurze
Information zu dieser
Erkrankung.
Die Chorea minor ist eine umschriebene
Entzündung des Gehirns im Zusammenhang
mit einer akuten rheumatischen Erkrankung
im Kindesalter.Typisch dabei sind
abrupte und überschießende
Bewegungsstörungen der Extremitäten und des
Gesichtes.Die Erkrankung heilt unter entsprechender
Behandlung in der Regel
vollständig aus.
Die Chorea minor ist heute eine ausgesprochen
seltene Erkrankung, nachdem
sogenannte "Streptokokken-Infektionen"
regelmäßig mit Penicillin behandelt
werden.

Wir
haben im Zimmer unserer 8 Monate alten Tochter, an einer Wand
Schimmel endeckt.
Können leider erst im Sommer ausziehen. Was können
wir bis dahin
tun und wie gefährlich ist dieser Pilz?
Eine akute Erkankung ist zwar nicht zu
erwarten, aber Sie sollten zur
Vermeidung gesundheitlicher Schäden
das Kind in ein anderes Zimmer
legen oder, wenn dies nicht möglich
ist, einen direkten Kontakt mit
den Schimmelflächen unmöglich
machen.

Meine
Tochter ist 3,5 Monate alt. Ich stille sie nicht. Als Nahrung
fuettere ich Nestle
HA Start und abends sowie nachts HA, was ich aus
Deutschland mitgenommen
habe. Zur Zeit hat sie Probleme mit dem
Stuhl:er ist sehr
hart und ich muss teilweise ein bisschen mit dem
Fieberthermometer
nachhelfen, dass sie ueberhaupt etwas macht.
Was kann man in
so einem Fall machen? Ich habe es schon damit
probiert, bei der
Zubereitung der Flaschennahrung etwas mehr Wasser
zu nehmen, als in
der Anleitung angegeben wird. Windsalbe verwende
ich ebenfalls regelmaessig.
Man kann den Stuhlgang etwas weicher machen
durch die Zugabe von
Milchzucker(Lactose: 1-2 Teelöffel
pro Flasche). Sollte das nicht helfen,
dann würde ich, sofern das Kind kein
überhöhtes Allergie-Risiko hat
(allergische Erkrankung von Mutter und
Vater), statt der HA-Nahrung
eine andere sogenannte Pre-Nahrung oder
Anfangsnahrung
(z.B. Pre-Humana, Pre-Alete o.ä.)
geben. Die haben außerdem den Vorteil
eines besseren Geschmackes. Mehr Wasser,
als angegeben, sollten Sie für
die Zubereitung der Nahrung nicht nehmen.
Dadurch kommt das Kind unter
Umständen in einen Hungerzustand,
und der Stuhlgang wird auch nicht
nachhaltig besser. 2.3.99

Da ich selbst Allergien
habe, soll meine Tochter (10 Monate) im ersten
Lebensjahr milcheiweißfreie
Nahrung bekommen. Morgens wird sie noch
gestillt. Da sie
seit einer Woche ihren Abendbrei nicht mehr essen mag
und ein Brot vorzieht,
möchte ich gerne wissen, ob ich Leberwurst oder
Putenbraten als
Brotbelag geben darf oder was es sonst für Alternativen
gibt. Wie sieht
es mit Gurkenscheiben oder Paprika aus?
Ist es notwendig,
daß sie Tee trinkt, oder ist es in Ordnung, daß sie den
ganzen Tag stilles
Mineralwasser (für Säuglingsnahrung geeignet) trinkt ?
Magere Wurstsorten sind gut geeignet, ebenso
milder Streichkäse.
Gurkenscheiben, Paprika u.ä. gehören
in diesem Alter zu den schlecht
verdaulichen Nahrungsmitteln.(Mangelhaftes
Kauen, Schärfe der Früchte).
Außerdem gehören sie zu den
möglichen Auslösern allergischer
Vorgänge!
Der Durst kann ohne weiteres mit Wasser
gelöscht werden, allerdings sollte es
mineralarm sein. Teeaufgüsse
bringen keine Vorteile, wenn das Kind sie aus
geschmacklichen Gründen ablehnt.

Ich habe eine 3 Jahre
alte Tochter, die die Windpocken mit nach Hause
gebracht hat. Leider
erinnert sich meine Mutter nicht mehr, ob ich die
Windpocken hatte.
Meinen jetzt sechs Monate alten Sohn habe ich vier
Monate lang gestillt.
Meine Frage ist,
ob ich ihm jetzt die dritte Funffachimpfung und Hepatitis
B Impfung zumuten
soll oder noch warte. Bei meiner Tochter begann der
Ausschlag am 22.
Februar. Die Impfung wurde also in die Inkubationszeit
fallen.
Da Ihr Söhnchen mit höchster
Wahrscheinlichkeit auch die Windpocken
bekommen wird, warten Sie diese Erkrankung
lieber ab und verschieben
Sie die Impfung.

Bei
meinen Toechtern 5 Monate und 21 Monate wurde eine
Labiensynechie diagnostiziert.
Bitte um Ihre Meinung zwecks Behandlung.
Es handelt sich bei
der sog. Labiensynechie um eine harmlose häutige
Verklebung der Schamlippen,
die sich in den meisten Fällen spontan bis
zur Pubertät
löst. Man kann diese Lösung durch die örtliche Anwendung
einer Oestrogensalbe
(2 mal täglich mit einem Wattestäbchen auftragen)
beschleunigen. Eine
mechanische Lösung ist nur in seltenen Fällen
nötig.

Wir haben ein 2,5
Wochen altes Baby, das bis vor drei Tagen nachts
immer wieder nach
dem Stillen gut einschlief. Nun jedoch beginnt sie nach
dem Stillen und
nach mehreren Bäuerchen richtig an zu schreien und nur
rumtragen hilft
dann noch. Sind das schon die berühmten Blähungen?
Außerdem hat
sie auch tagsüber beim schlafen ihre Probleme wacht öfter
mal auf, schreit
los, läßt sich dann aber wieder einschläfern. Ist dieser
unruhige Schlaf
auch auf Blähungen zurückzuführen?
Es ist leider im
Rahmen einer "Onlineberatung" unmöglich, zu den
Ursacheneiner konkreten
kindlichen Unruhe Stellung zu nehmen. Dies
ist nur im Rahmen
einer ärztlichen Untersuchung möglich. Da Ihr Kind
relativ plötzlich
vor drei Tagen unruhig wurde, rate ich auf jeden
Fall zu einer ärztlchen
Konsultation zum Ausschluß einer Erkrankung.
Auch nach Ausschluß
einer organischen Erkrankung gibt es aber
"Schreihälse".
Nur ein Teil von ihnen hat vermutlich Blähungen, die
die Ursache von
Schmerzen sind.
Man muß aber
auch wissen, daß der Schlaf in diesem Alter eine
"Entwicklungsphase"
durchläuft. Erst mit drei Monaten hat das Kind einen
echten Schlafrhythmus
gefunden. Deshalb sind harmlose, aber "nervende"
Schreizustände
in diesem nicht ganz selten.Man rechnet mit 20%
"Schreibabys", die
jünger als 3 Monate sind.Es sind Kinder mit einem
etwas schwierigen
Temperament. Sorgen Sie häufig für entspannten
Körperkontakt,
der das Kind beruhigt.In der Regel normalisieren sich die
Verhältnisse
nach einiger Zeit von alleine.

Bei meinem Sohn -6
Monate alt- wurde heute ein Neuroblstom
diagnostiziert.
Wie stehen die Heilungschancen.
Das Neuroblastom
ist leider ein bösartiger Tumor,dessen Heilungschancen
ganz wesentlich
vom Ort der Erkrankung,dem Entwicklungsstadium
des Tumors und dem
Alter des Kindes abhängen. Säuglinge haben bei
gleichem Stadium
eine deutlich bessere Prognose als Kinder über
12 Monate. Bei Neuroblastomen
im Säuglingsalter ist auch eine besondere
Verlaufsform bekannt,
bei der etwa 70% der Erkrankten
dauerhaft geheilt
werden !! Erst eine genaue Einordnung aller Befunde
gestattet also eine
Aussage über die individuellen Heilungschancen !!
Es gibt seit diesem
Jahr eine Eltern-begleitende Broschüre, die Sie über
folgende Adresse
beziehen können:
Fördergesellschaft
Kinderkrebs-Neuroblastom-Forschung e.V.
Vors. Markus Schuster
Am Tonhügel 5
76534 Baden-Baden

Seit dem 3. August
98 gehört unsere kleine Hannah zu unserer Familie.
Die betreuende Kinderärztin
hat uns mitgeteilt, daß Hannah ein
verkürztes
Zungenbändchen besitzt. Sie hat empfohlen abzuwarten, ob
sich dieses negativ
auf die Aussprache auswirkt und erst dann
gegebenenfalls Maßnahmen
einzuleiten (Bändchen einschneiden). Ein
Kindernotarzt (Hannah
hatte sehr schlimmen Durchfall) wiederum hat uns
empfohlen sofort
einen Eingriff vornehmen zu lassen.
Welche Maßnahmen
sind ihrer Meinung nach empfehlenswert ?
Ob die Durchtrennung eines Zungenbändchens
erforderlich ist, hängt von
dem Ausmaß einer möglichen
Behinderung der Zungenbeweglichkeit ab.
Normalerweise sollte die Zunge problemlos
den Gaumen berühren können.
Ist dies nicht der Fall, dann sind Behinderungen
beim Saugen an der
Brust möglich. Dies ist eigentlich
der Hauptgrund, eine baldige Korrektur
dieser sonst harmlosen Variante anzustreben.
Nun ist Ihre Hannah ja schon ein halbes
Jahr alt und offensichtlich
ohne solche Trinkprobleme. Eine Behinderung
der Sprachentwicklung
ist nur in extremen Fällen denkbar.In
soweit ist also keine Eile geboten,
und zu entscheiden, ob überhaupt
Handlungsbedarf besteht.
Wenn ja, dann ist der kleine Eingriff
allerdings beim jungen Säugling am
einfachsten durchführbar.

Ich habe gelesen,
dass durch das Einfrieren und wieder aufwärmen
von püriertem
Gemüse Nitrate zu Nitriten umgewandelt werden, welche
schädlich für
die Babys sind. Nun möchte ich mein 4 Monate altes Baby
aber möglichst
biologisch ernähren und dachte deshalb, ich könnte
meine eigenen Karotten
und Kartoffeln für ab dem 6. Monat anpflanzen,
pürieren, portionenweise
einfrieren und bei Bedarf erwärmen. Ist dies
bei allen Gemüsesorten
gefährlich? Wenn nein, bei welchen nicht?
Was muss ich zusätzlich
beachten, wenn ich die Mahlzeiten für mein
allergiegefärdetes
Kind selber kochen möchte?
Grundsätzlich sind diese Bedenken
richtig, und, wenn Sie sich schon
der Mühe der eigenen Gemüsepflanzung
unterziehen, dann wäre die
Zubereitung frischer kleiner Mahlzeiten
natürlich ideal und biologisch
folgerichtig (auch vom Geschmack her).
Andererseits ist die Gefahr einer Nitrit-Vergiftung
bei Beachtung einiger
Grundsätze nur gering: Die Umwandlung
von Nitraten in Nitrite erfolgt
durch Bakterien, die sich beim Abkühlen
und Wiederaufwärmen von
emüsebreien (besonders Spinat, Karotten)
schnell vermehren. Zur
Erkrankung kann es kommen, weil junge
Säuglinge noch nicht über
genügende Mengen eines Enzyms verfügen,
welches die Nitritwirkung
m Blut "entgiftet".
Ältere Säuglinge und Kleinkinder
sind dagegen kaum gefährdet.
Wenn darüber hinaus das Gemüse
vor der Verarbeitung gut gesäubert,
nd der Brei nach der Zubereitung primär
sofort tiefgefroren wird, ist die
Gefahr bei Kindern ab dem zweiten Lebenshalbjahr
sehr gering.
Reste, die bei der Verfütterung übrig
bleiben, sollten Sie keinesfalls
einfrieren, um sie erneut anzubieten,
denn einmal gebildetes Nitrit
wird durch das Einfrieren nicht beseitigt.
Mein
Sohn ist 2 Jahre alt. Mein Problem ist, daß er nicht spricht. Er
kann
nur einfache
Worte, wie "Mama", "Papa", "Wauwau" usw. Er macht sich nicht
einmal die
Mühe, sprechen zu lernen. Jedoch versteht er alles, was ich ihm
sage und er
führt es auch aus (z.B. Mach das Licht aus !, Ziehe die Socken
aus ! usw.)
Auch ein intensives Üben hat bis jetzt nichts gebracht. Er
verliert einfach
das Interesse am Buch ansehen u.ä.
Was kann ich
noch tun, um ihn zum sprechen zu bewegen ?
Speziell in diesem
Alter besteht eine große Schwankungsbreite in der
indiviuellen Entwicklung.
Ihr Sohn hat ein gutes Sprachverständnis
und spricht einzelne
Worte. Mit 2 Jahren liegt er damit nicht außerhalb
des "Normalen".
Sprechen Sie weiter viel mit ihm, aber ohne
"Übungszwang".
Es ist nicht hilfreich, dressurmäßig Worte nachsprechen
zu lassen. Kinder
blocken dann schnell ab. Lesen Sie weiter
mit Spaß
gemeinsam. Loben
Sie ihn viel, wenn er selbst spricht.
Lassen Sie sich
nicht dadurch verunsichern, daß andere Kinder
vielleicht schon
etwas weiter sind.In einem halben Jahr wird er
voraussichtlich
einen großen Sprung gemcht haben.

Ich erwarte im Juli
mein 2. Kind und habe bezüglich Allergien
einige Fragen. Ich
selbst habe Heuschnupfen, im Extremfall mit
Asthmanfälle.
Leider habe ich das unserem Sohn (heute
4 Jahre) vererbt.
Bei unserem 2. Kind
hoffe ich, diese Allergie nicht weitervererbt zu
haben,
sehe es aber realistisch
an und befürchte, daß ich dies nicht verhindern
kann.
Da ich nicht stillen
kann, möchte ich wissen, ob ich durch irgendeine andere
Prophylaxeetwas
gegendie Allergie tun kann.
Sie haben mit Ihrer Einschätzung leider
Recht: es bleibt zunächst offen, ob
Ihre Anlage zu allergischen Reaktionen
vererbt wird. Wenn dies der Fall ein
sollte, so gibt es derzeit keinen fundierten
Ansatz, dies zu verhindern.
Studien, die sich etwa mit der Wirkung
einer"antiallergischen" Ernährung
während er Schwangerschaft befaßten,
verliefen ohne positives Ergebnis
für das zukünftige Kind.
Es besteht allerdings nach der Geburt
die Möglichkeit, das Auftreten
einer Allergie zumindest zeitlich
hinaus zu zögern. Um diese Chance zu
nutzen, sollten Sie HA-Nahrungen verwenden.
Ebenso hat es sich als wirksam
erwiesen, mit Breifütterungen auf
jeden Fall bis zum vollendeten
4. Lebensmonat zu warten.

Ich hörte das
Tiere für Säuglinge nicht gerade vorteilhaft sind. Da das
Baby allerings nochnicht
da ist, würde es mich interessieren, ob es
schadfhaft sein
kann, wenn man 6 Wellensittiche einen
Papageien und
2 Katzen im
Haushalt hat? Ich hörte neulich etwas
von einer sogenannten
Papagaienkrankheit
für Kinder. Danke für Ihre Auskunft
Tiere können für Babys
und Kinder schadhaft sein, sie müssen es abernicht.
Bei so vielen Tieren im Haushalt
muß das Baby auf jeden Fall in einem Tier-
freien Raum schlafen. Speziell Katzen
springen gerne in Babybetten und
legen sich auf das Kind.
Es sollten selbstverständlich alle Tiere tierärztlich
gecheckt sein, und für Mensch
wie Tier können "Umgangsformen" eingeübt
werden, die mögliche Gefahren
minimieren. Kinder müssen zu
hygienienischem Verhalten erzogen werden
und Tiere müssen lernen,
bestimmte menschliche Bereiche zu respektieren.
Generell sind Tiere jedoch für
die Persönlichkeitsentwicklung eines
Kindes ein großer Gewinn.
Kritisch kann es werden, wenn allergische
Reaktionen auf Tiere auftreten. Dann
ist eine Trennung vom Tier
unvermeidlich.

Mein
Kleiner ist jetzt ein halbes Jahr alt und fängt mit dem Zahnen an.
Er ist seitdem
nur am schreien. Ich habe beim Kinderarzt
nachgefragt
was ich machen kann
um ihm die Schmerzen ein bißchen
zu nehmen.
Der
Kinderarzt hat mir gesagt, daß das Zahnen keine Schmerzen
verursachtund das
die Schmerzen nur durch eine anstehende Krankheit
oder Infektion kommt.
Ich würde mich freuen wenn Sie mir schnell
antworten würden.
Ich weiß nämlich wirklich nicht mehr was ichmachen soll.
Ihr Kinderarzt hat Recht, und Sie
sollten ihn bei anhaltender Unruhe des
Kindes konsultieren. Der Zahnurchbruch
erfolgt gerne in zeitlichem
Zusammenhang mit echten anderen Erkrankungen,
so daß nur der
Eindruck entsteht, die Zahnung allein
sei an den Schmerzen schuld.
In der Regel macht die Zahnung selbst
jedoch keine so anhaltenden
Beschwerden. Also: Kind untersuchen lassen!

Mein Kind ist jetzt
4 Monate alt und wurde bislang voll gestillt. Nun
möchte ich
langsam abstillen und habe mich auch schon
informiert,
wie dies zu tun
ist. Bei der Vielzahl von Produkten auf dem Markt
wird
man förmlich
erschlagen. Meine Frage: Ist es sinnvoll, die sogenannte
HA-Milch undHA-Breiezu
geben, obwohl keine Allergien in der Familie
vorliegen?
Nein, ein solcher Nutzen ist nicht
belegt. Selbst bei Vorliegen einer
allergischen Disposition in der Familie
werden mögliche Allergien des
Kindes nicht verhindert, sondern bestenfalls
der Zeitpunkt ihres
Auftretens hinausgezögert. Zudem
haben HA-Nahrungen den Nachteil,
geschmacklich etwas wenigerangenehm zu
sein.
