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| Bis zum
Ende des 18. Jahrhunderts werden kranke Kinder in den Krankenhäusern
stets mit Erwachsenen zusammen untergebracht. Wie damals die Verhältnisse
gewesen sind, geht aus einer Denkschrift der Pariser Akademie der Wissenschaften
hervor, die 1785 auf Befehl Ludwig des XVI. über die Zustände
zu berichten hatte:
"...in je einem Krankenzimmer sind bis zu 100 Kranke zusammengedrängt. Es kommt vor, daß sich in einem Bette 8-9 Kinder zugleich befinden oder Erwachsene mit Kindern im gleichen Bett zusammenliegen. Ansteckende Krankheiten wie Masern, Blattern und Ruhr werden nicht abgesondert....".
Als
erste
deutsche Universitäts-Kinderklinik
und
damit als erstes deutsches Kinderkrankenhaus überhaupt wird 1829 in Im Jahre 1943 wird in Berlin
ein zweites Kinderkrankenhaus in der Wilhelmstraße 133 eröffnet,
zunächst mit 3 Betten. Diese werden aber rasch vermehrt. Sechs Jahre
später verfügt diese Abteilung, die inzwischen in die Pionierstraße
verlegt wurde und die Bezeichnung
"Elisabeth-Kinderhospital"
erhielt, über 61 Bette. 1844 wird in der Blumenstraße die "Luisen-Kinderheilanstalt"
mit 6 Betten eröffnet.
Dennoch gab es in den meisten allgemeinen Krankenhäusern der Städte damals noch keine eigenen Kinderabteilungen. Vielmehr lagen die Säuglinge auf den Frauenabteilungen und wurden von den leichtkranken Frauen gepflegt. In den Anstalten, in denen die Säuglinge ohne ihre Mütter aufgenommen wurden, erreichte die Sterblichkeit fast 100%. Quelle: A. Peiper; Chronik der Kinderheilkunde |
