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Die "Wacht am Rhein"
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Es scheint, als bastele die Regierung geradezu genüßlich an einer Demontage des ärztlichen Ansehens. Nichts bleibt unversucht, um das bislang gute Verhältnis zu den Patieten in Frage zu stellen, ja zu stören. 
Mitteilungen über jährlich tausende, angeblich unnötig operierte Frauen und eine ebenso große Anzahl überflüssiger deutscher Kliniken haben für Aufsehen gesorgt.
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Im November 2002 wurden die Ergebnisse einer damals unveröffentlichten universitären Auftragsstudie zur Qualitätskontrolle bildgebender Verfahren den Medien zugespielt und deren hochgradig verfälschende Wiedergabe billigend in Kauf genommen. Daß hier jemand offensichtlich nach dem Motto: "Dies ist mein Ergebnis - mach' mir dazu eine Studie" gearbeitet hatte, wurde schnell klar:
Auf der Suche nach der Quelle der diffamierenden Berichte stieß ich auf die Röntgenklinik der Universität Köln und erfuhr von dort lapidar, daß der entsprechende Fernsehbeitrag "tendenziös geschnitten und moderiert wurde"; nicht 50%, sondern 5% der Röntgenbilder seien falsch befundet worden. 
Ganz nebenbei stellte sich bei diesem Schriftwechsel heraus, daß  Prof. Lauterbach als enger Berater des Auftrag gebenden Ministeriums selbst zu den Autoren der Studie gehörte. 

Beim  Laien bleibt der politisch offenbar erwünschte Eindruck einer unverantwortlich arbeitenden Ärzteschaft haften, die einer bevormundenden Aufsicht der Regierung bedürfe. 
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Längst gehört dieser Umgang mit Daten und Statistiken zum gewohnten Bild der Regierungsriege. Brisante Halbwahrheiten werden in eine öffenlichkeitswirksame Form gegossen, Fehlbeurteilungen einkalkuliert und propagandistische Wirkungen gesucht. Agitation und Übertreibung gehören nicht nur zum Tagesgeschäft, sie werden sozusagen wissenschaftlich begleitet. Es ist verständlich, daß in den hochrangigen Regierungs- Kommissionen  Ärzte und Apotheker überflüssig, ja unerwünscht sind. Es bleibt aber ein bemerkenswertes Phänomen, daß honorige Persönlichkeiten wie Rürup oder Hartz ihre Namen für solche Schöpfungen zur Verfügung stellen, obwohl sie erkennen müßten, daß nur ein  Etikett benötigt wird.
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Nov 2002 -pl-