Krämpfe und
Bewußtseinsverlust können die unterschiedlichsten Ursachen haben.
Eine Klärung
ist meist erst in der Klinik möglich. Am häufigsten sind im Kleinkindalter
die sogenannten "Fieberkrämpfe". "Zahnkrämpfe" gibt es nicht
!
Ein kurzzeitiger
einzelner Krampf bleibt ohne anhaltende Schäden. Krämpfe mit
einer Dauer von über 10 Minuten sind immer lebensgefährlich,
aber erfreulicherweise selten.
Krampfendes Kind
auf die Seite legen; Mundhöhle säubern; Mund
frei halten. Arzt
benachrichtigen.
In den meisten Fällen
löst sich der Krampf nach 1-2 Minuten. Die Atmung wird wieder regelmäßig,
die Haut wieder rosig. Während des Krampfens das Kind so lagern, daß
es sich nicht verletzt!
Nicht festhalten.
Klinikeinweisung
erforderlich (außer bei bekannten Epileptikern).
Das sog."Wegbleiben"
(
Affektkrämpfe) beim Kleinkind hat nichts
mit echten Krämpfen zu tun, obwohl es auch dabei einmal durch Sauerstoffmangel
zu einer kurzzeitigen Bewußtlosigkeit kommen kann. Hierbei gilt:
nicht übertrieben ängstlich reagieren. Im Gegensatz zu echten
Krämpfen kommt das Wegbleiben immer als Folge einer trotzigen Erregung
zustande. Kind auf der Seite liegen lassen.
Nach dem Zustand
keine tröstende Zuwendung! Im Zweifelsfall den Arzt befragen.
Herzrhythmusstörungen
Unerklärliche
Verhaltensänderungen bei Babys und Kleinkindern können auf eine
Herzrhythmusstörung hinweisen. Kleine Kinder mit Herzrhythmusstörungen
sind oft unruhig, beginnen zu zittern und schreien völlig unmotiviert.
Sie sind nicht zu beruhigen und wirken später müde und
teilnahmslos.
Bei Schulkindern
und Jugendlichen können sich Herzrhythmusstörungen häufig
mit Herzstechen, "Herzstolpern" und Herzschlagpausen in Folge von Unregelmäßigkeiten
des Herzschlags bemerkbar machen. Auch Herzrasen aus der Ruhe heraus und
das Gefühl "den Herzschlag bis zum Hals zu spüren" treten auf.
Die Symptome sind oft plötzlich wieder beendet.
In den meisten Fällen
sind solche Erscheinungen bei älteren kindern zwar unangenehm, aber
nicht gefährlich. Es gibt aber auch selten bedenkliche Formen
des Herzjagens, so daß eine ärztliche Untersuchung auf jeden
Fall anzuraten ist.
Ein einfacher und
oft erfolgreicher Behandlungsversuch besteht im Anhalten und Pressen bei
der Atmung.
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