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Wassergeburt und  Infektionsgefahr

Besteht für Hebammen und Ärzte eine Infektionsgefahr (z.B. Hepatitis, Aids) bei der sog. "Wassergeburt"? Zu dieser Frage nimmt Prof. Dr. Daschner vom Institut für Umweltmedizin und  Krankenhaushygiene der Universität Freiburg Stellung. Er ist gleichzeitig Pädiater mit neonatologischen Erfahrungen, weiß also, wovon er spricht. 
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Es existieren danach offensichtlich noch keine Arbeiten, die sich bislang mit dieser Problematik beschäftigt haben. Aber, wie so oft in der Medizin, führt man Verfahren ein und macht sich erst  hinterher über mögliche Infektionsgefahren Gedanken. 
Und wie sieht es mit den Neugeborenen aus?. Hier gibt es aber bereits Publikationen über Infektionstodesfälle durch Meningitis und Sepsis, die durch  Waschen der Neugeborenen mit pseudomonashaltigem Wasser zustande gekommen  waren. Durch Stagnation  in den Leitungen  kann Wasser massiv mit Pseudomonas verseucht sein. 
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Prof. Daschner: " Wer kam denn nun auf die wirklich hirnrissige Idee, die Kinder ins Wasser gebären  zu lassen? Jahrmillionen hat es gedauert, bis sich die Vorläufer des Menschen an das Landleben gewöhnt haben. Seit dem strebt das Neugeborene während der Geburt mit großer Anstrengung nach  Licht und vor allem nach Sauerstoff. Hätte die Natur gewollt, daß das Kind in oder mit Wasser  geboren wird, dann hätte sie es so eingerichtet, daß das Neugeborene mit der geschlossenen  Fruchtblase geboren wird." zit. n. Pädiatrische Praxis 56,4 (636) 
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Zu einer identischen Einschätzung kommt der Direktor der Universitäts-Frauenklinik und Hebammenlehranstalt der Universität Gießen, Prof.Dr. W. Künzel: ..."Die Geburt unter Wasser ist für den Menschen, so wie für alle Säuger, kein physiologischer Vorgang....Die Geburt unter Wasser bedeutet eine Gefährdung für den Feten." In seiner ausführlichen Arbeit schildert Prof.Künzel die möglichen Gefährdungspotentiale dieser Geburtsweise und bewertet die Entbindung unter Wasser als eine Modeerscheinung in der Geburtshilfe.
pädiatr.prax.57,537-541(1999/2000)