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| Pollenallergie |
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Die
Wartezimmer füllen sich mit Patienten, die von Heuschnupfen, allergische
Bindehautentzündung und Asthma geplagt sind. Es besteht kein Zweifel:
immer mehr Menschen erkranken an Pollenallergien und die Reaktionen beim
Heuschnupfen werden immer heftiger und folgenschwerer. Schuld daran ist
die zunehmende Umweltbelastung mit vielen Schadstoffen, denen unser Immunsystem
ausgesetzt ist. Durch verschmutzte Luft sind unsere Atemwege geschädigt.
Dadurch können Pollen tiefer eindringen. Gleichzeitig sind die Pollen
selbst von vielen Schadstoffen und Giften belastet. Und obendrein schicken
viele Pflanzen- um zu überleben- mehr Pollen als früher in Umlauf.
. Bei Verdacht auf eine Pollenallergie beobachten Sie Ihr Kind genau. Läuft die Nase zum Beispiel besonders, wenn es in einem Garten, Blumenladen oder neben einer bestimmten Blüte steht? Notieren Sie sich evtl. die gemachten Beobachtungen. Wenn an der Allergie keine Zweifel bestehen, sollte der Arzt zu Rate gezogen werden. Unterschätzen Sie nicht die Symptome eines sog. Heuschnupfens. Als nächstes greift die Erkrankung, wenn sie unbehandelt bleibt, auf die Bronchien und die Lunge über. Es entsteht ein allergisches Asthma mit großen Gefahren. . Sie selbst können viel dazu beitragen, die Allergenbelastung zu verringern: Wenn Sie unterwegs waren, waschen Sie anschließend die Haare, in denen sich Pollen massenhaft verfangen. Nicht den Rasen in Gegenwart eines Allergikers mähen! Keine anstrengenden Tätigkeiten im Freien. Benutzen Sie zu Hause einen Luftreiniger mit speziellen Pollenfiltern. . Wurde eine Pollenallergie festgestellt, dann beachten Sie die Blütenzeiten, die aus einem Pollenkalender zu entnehmen sind. Hier eine Übersicht:
. Vielen ist nicht bekannt: der Pollen- Allergiker muß neben den Pollen eine Reihe von Nahrungsmittel meiden, die zwar mit Pollen selbst nichts zu tun haben, aber durch ihre Inhaltsstoffe eine vorhandene Allergie verstärken oder auslösen können: . - Wer unter Pollen von Birke, Haselnuß und Erle leidet, der sollte besonders während der Pollenflugzeit folgende Naturprodukte meiden: Äpfel, Birnen Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen, Haselnüsse, Paranüsse, Walnüsse, Erdnüsse, Mandeln, Kiwis, aber auch die Gewürze Curry und Anis. - Wer unter Pollen von Beifuß leidet, sollte Sellerie, Mohrrüben, Paprika, Knoblauch, Kamille, Curry, Anis, Muskat, Pfeffer, Ingwer und Zimt meiden. - Wenn jedoch eine Allergie auf blühende Gräser und Roggenfelder besteht, dann müssen Sojamehl, Getreidemehl und Erdnüsse gemieden werden. . Bei bestehen einer Pollenallergie sind in jedem Fall Honig und Kräutertees zu meiden, da in ihnen kleinste Mengen von Pollen enthalten sind. . Weiter gilt: Das Autofenster bei Fahrten durch die Natur geschlossen halten. Pollenfilter in die Lüftung einbauen oder die Autolüftung schließen. Keine Blumen und Gräser in die Vase daheim. Das Schlafzimmer- fenster ab morgens um vier Uhr geschlossen halten. Den Urlaub in pollenarmen Gebieten verbringen: im Hochgebirge, am Mittelmeer oder auf einer Nordseeinsel. . Wann ist eine Hyposensibilisierungsbehandlung sinnvoll ? Hyposensibilisierungsbehandlungen kommen nur bei "IgE-vermittelten" allergischen Erkrankungen der oberen Luftwege in Frage, wobei eine mindestens 2-jährige Anamnese und eine erheblicher Leidensdruck vorhanden sein sollten (Ausnahme Insektengiftallergien). Sie sollte nicht vor dem 6.Lebensjahr begonnen werden. Für das Kindesalter ist von Bedeutung, dass bei frühzeitiger Hyposensibilisierungsbehandlung eines Heuschnupfens auch ein vorbeugender Effekt gegen das spätere Auftreten eines Asthmas nachgewiesen ist. Nach einer 3-jährigen Behandlung kommt es zu einer Senkung des Beschwerdeniveaus um circa 70%. Gleichzeitig ist ein deutlich verringerter Bedarf an Medikamenten während der Pollensaison nachweisbar. Die Effekte sind 3-5 Jahre nach Abschluß der Behandlung, möglicherweise noch länger, nachweisbar. . |