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Hygiene
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Die exzessive Verwendung von Desinfektionsmitteln und Antibiotika
besonders in Nahrungsmittelproduktion und Haushalt führe zu einer
besorgniserregenden Zunahme von Krankheitserregern, die gegen die gängigen Medikamente resistent sind, warnen Hygieniker der American Society For Microbiology (ASM). In dem jüngst erschienenen Bericht   "Antimicrobial Resistance: An Ecological Perspective" geben die  Wissenschaftler einen Überblick über Konsequenzen der Verwendung  dieser Mittel und liefern Empfehlungen für weitere Forschungen und  mögliche Massnahmen von Gesundheitsbehörden. Nach Ansicht der ASM   darf bei der Verwendung von antimikrobiell wirksamen Substanzen die  ökologische Perspektive nicht ausser Acht gelassen werden. Die
Anpassung von Mikroorganismen an antimikrobielle Substanzen sei ein    unvermeidlicher und unumkehrbarer Prozess, der durch den vielfältigen  Einsatz der Substanzen aber beschleunigt würde und den Kampf gegen  Infektionskrankheiten im Ernstfall erschwere. Da vor allem Bakterien einmal   rworbene Resistenzen an andere Stämme weitergeben können, ist selbst  gezielter Einsatz von Antibiotika oft schwer abzuschätzen. Als besonders besorgniserregend gelten dabei die teilweise extrem hohen Konzentrationen  der Medikamente in Abwässern von Krankenhäusern und pharmazeutischen  Unternehmen. 
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Der Bericht wendet sich indes hauptsächlich gegen den
übermässigen Gebrauch von Desinfektionsmitteln in privaten Haushalten.
 "Das Ziel einer bakterienfreien Umgebung lässt sich ohnehin nicht verwirklichen. Der Einsatz solcher Mittel ändert aber die Zusammensetzungnatürlicher Bakteriengemeinschaften, wobei auch harmlose Stämme getötet  werden und die Dominanz resistenter Stämme gefördert wird."
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In der EU  wurden im Jahr 1997 über 10.000 Tonnen von aktiv antimikrobiellen  Substanzen verbraucht. Davon wurde etwa die Hälfte in der Humanmedizin verwendet, weitere 30 Prozent in der Veterinärmedizin und der Rest als wachstumsfördernde Futtermittelbeigaben. In letzterem Bereich ist die
Verwendung von Antibiotika mittlerweile verboten.

 Quelle: GetWellnes.de