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Das Autogene
Training ist von dem Berliner Neurologen und Internisten J.H.Schultz
entwickelt worden, um Ängste und Anspannungen einfach „wegzudenken".
Die Wirkung beruht darauf, dass intensive Vorstellungen körperliche
Veränderungen zur Folge haben können, ungefähr so, wie die
leckere Mahlzeit vor dem geistigen Auge einem das Wasser im Munde
zusammenlaufen lässt.
Die Harmonie von Seele, Geist und Körper
benötigt den natürlichen
Rhythmus von Schlaf und Wachsein, Anspannung
und Entspannung, Aktivität und Ruhe.
Unsere hektische Umwelt, in der heutzutage
schon Kinder leben müssen, überflutet jeden so sehr mit Reizen,
dass Entspannungsphasen zu kurz kommen. Hier soll das Autogene Training
als Methode der aktiven Entspannung
korrigierend
einsetzen und damit zur Verhinderung und Beseitigung psychsomatischer Störungen
beitragen.
Jeder, ganz gleich, ob Kind oder Erwachsener
kann die Methode ausprobieren. Kinder lernen sie in der Regel schneller
(wenn sie jeden Tag üben, in etwa 6 bis 12 Wochen). Sie
behalten das Erlernte dann auch ein Leben lang als Hilfe zur Selbsthilfe,
wenn die Kenntnisse aufgefrischt werden.
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Bei welchen Beschwerden
kann Autogenes Training helfen?
Bei folgenden Beschwerdebildern und Krankheiten
hat sich Autogenes
Training als hilfreich erwiesen:
Bei psychosomatischen Funktionsstörungen
wie Einschlafstörungen, Kopfschmerzen, Hyperaktivität oder Bettnässen
sowie bei Krankheiten wie der asthmatischen Bronchitis, aber auch bei Beziehungsstörungen,
Schulproblemen oder Konzentrationsschwierigkeiten.
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Wie funktioniert
Autogenes Training?
Bestimmte, eindringlich wiederholte „Satzformeln"
führen zu einem Zustand völliger Entspannung. Am besten verpacken
Sie eine Übung in eine kleine Geschichte, auf die sich Ihr Kind einlassen
kann. Sagen Sie zum Beispiel:„Jetzt legst du dich da auf die Decke, machst
die Augen zu und denkst nur noch an deinen Körper in einer wunderschönen
Umgebung. Sonne und Wärme umgeben dich. " |
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Die eigentlichen Satzformeln, die in entspannter
Körperhaltung, etwa im Liegen, gesprochen werden sollen, könnten
folgendermaßen aussehen:
"Konzentriere dich
zuerst auf deine Arme. Sie werden ganz schwer und liegen ganz fest auf
der Decke auf, als wenn jemand von unten an ihnen zieht.
Nun werden auch
deine Beine müde und immer schwerer. Du bist ganz ruhig und entspannt.
Stell dir nun eine
schöne, warme Farbe vor, z.B. ein Orange oder Sonnengelb. Male mit
dieser Farbe eine Kugel aus, die aussieht wie eine kleine Sonne.
Nun lasse diese
kleine Sonne durch deinen Körper gleiten, erst in die Arme hinein
und dann – du spürst, wie sie ganz warm durchflutet werden bis in
die Fingerspitzen.
Jetzt fließt
die Wärme wie ein breiter Strom bis zu den Füßen und wärmt
sogar deine Zehen an.
Die Wärme breitet
sich im ganzen Körper aus und du bist ganz entspannt.
Dir geht es richtig
gut, alles in dir und um dich herum ist ruhig und ausgeglichen."
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Wo kann man Autogenes Training erlernen?
Sie können die Methode alleine oder
in einer Gruppe erlernen. Sollte Ihr
Kinderarzt das Autogene Training nicht
selbst als Methode anbieten, kann er Ihnen sicher eine Anlaufstelle angeben.
Das Autogene Training sollte unter sachkundiger Anleitung erlernt werden. |