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| Zeckenbiß |
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Ist man in der Zeckensaison zwischen März und Oktober viel in freier Natur, so hat man in FSME-Endemiegebiete ein erhöhtes Risiko an einer Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) zu erkranken. In dieser Jahreszeit ist die Gefahr von einer infizierten Zecke gestochen zu werden am größten. Ein Impfschutz ist in diesen Fällen unbedingt ratsam. Aber selbst in den sogenannten Endemiegebieten tragen nur ca. 0,2 bis 0,5% der Zecken den Erreger in sich, so dass nur selten ein Biss tatsächlich zu einer FSME-Infektion führt. In Europa sollen mehr Kinder als bisher gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) geimpft werden, meinen europäische Impfexperten. Bei einer internationalen FSME-Konferenz in Tirol in Österreich haben sie hierzu eine Konsensus-Erklärung verfaßt (Wien Med Wschr 154, 2004, 9). Jedes Kind, das in einem FSME-Risikogebiet wohnt oder dort hinreist, sollte danach den Schutz bekommen. Der FSME-Auslöser
ist ein Virus, das über einen Zeckenstich auf den Menschen übertragen
wird. Das Krankheitsbild ist lebensbedrohlich – nicht nur die Hirnhäute
entzünden sich, die Infektion breitet sich im gesamten Nervensystem
und somit auch im Gehirn aus. Die Zahl der FSME-Erkrankungen in Deutschland
beträgt jährlich etwa 300.
Das Risiko
einer FSME-Erkrankung ist während der Zeckensaison zwischen März
und Oktober am größten und nicht nur auf beruflich gefährdete
Personen wie Forstarbeiter oder Landwirte beschränkt. 90% der an FSME
erkrankten Personen infizieren sich in ihrer Freizeit. Zecken leben bevorzugt
in Bodenähe. Sie “lauern” auf Sträuchern, Gräsern und in
Büschen, und lassen sich nicht, wie oft behauptet, von Bäumen
herunterfallen. Zecken suchen dann möglichst schnell feuchtwarme Körperpartien
an ihrem Opfer auf. Die kleinen, geschickten Kletterer halten sich, wenn
sie z. B. auf einen Menschen übergehen, an seinen Haaren oder Kleidern
fest, um dann an eine unbekleidete Körperstelle vorzudringen. Dementsprechend
sind die Gelegenheiten vielfältig, beim Zelten, Joggen, Angeln, Reiten,
Wandern, etc. von Zecken gestochen zu werden. Beim Stich werden die FSME-Erreger
von der Zecke auf den Menschen übertragen. Eine besondere Tücke
des Zeckenstichs liegt darin, dass er nicht nur Erreger übertragen
kann, sondern darüber hinaus durch betäubende Substanzen im Zeckenspeichel
vom Opfer praktisch nicht gespürt wird. Zecken kommen zwar weltweit
vor, jedoch ist das FSME-Virus auf Europa und einige Teile Asiens beschränkt.
Das Infektionsrisiko ist in den zahlreichen europäischen Ländern
sehr unterschiedlich. In Deutschland aber ist das FSME-Virus teilweise
stark verbreitet. Gebiete mit sehr hohem Risiko sind in Süddeutschland
die Niederungen des Donautals und seiner Nebenflüsse in Baden-Würtemberg
und Bayern.
Nach einem Zeckenbiß muß die Zecke möglichst umgehend und vorsichtig entfernt werden. Am besten geschieht dies mit einer Zeckenzange. Tier hinter dem Kopf fassen und mit leicht drehender Bewegung aus der Haut ziehen. Typisch, aber nicht regelmäßig ist für die Erkrankung das Auftreten einer sogenannten "Wanderröte", eine umschriebene Entzündung der Haut, die bereits wenige Tage nach dem Zeckenbiß auftrit. Gefährlich wird die Borreliose durch die nach Wochen auftretenden Komplikationen des Zentralnervensystems (Entzündungen des Rückenmarkes und Gehirns). Lähmungen unterschiedlichster Art kommen vor. Ferner führt die Erkrankung zu chronisch verlaufenden Gelenksentzündungen. Aus diesen Gründen ist es wichtig Zeckenbisse genau zu beobachten und bei unklaren gesundheitlichen Störungen den Arzt aufzusuchen. Insgesamt ist
die Borreliose ebenfalls eine schwerwiegende Infektion, die unbehandelt
fatale Folgen haben kann. Sie ist gebietsweise häufiger, als die FSME.
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