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Asthma bronchiale
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Das Asthma bronchiale  ist eine der häufigsten chronischen Krankheiten im Kindes- und Jugendalter. Etwa 10% aller Kinder unter 15 Jahren leiden unter Asthma, wobei Jungen doppelt so häufig wie Mädchen erkranken. Im Verlauf der Pubertät verschwindet bei etwa der Hälfte der Betroffenen die Erkrankung. Doch die Atemwege reagieren bei über 50% der Patienten auch nach mehreren beschwerdefreien Jahren  noch überempfindlich. Rund ein Drittel der im Jugendalter beschwerdefrei gewordenen Asthmatiker erleidet in seinem weiteren Leben einen Rückfall.

Obwohl Asthma bronchiale nicht heilbar ist, muss die Krankheit keineswegs einen schwerwiegenden Verlauf mit lebensbedrohlichen Komplikationen nehmen. Es steht eine Vielzahl medikamentöser und anderer therapeutischer Hilfen bereit. Wichtig ist vor allem das frühzeitige Erkennen des Asthmas. Leider deuten viele Betroffene erste Anzeichen oftmals falsch. Meist vergehen daher im Durchschnitt fünf Jahre bevor die Krankheit behandelt wird. In dieser Zeit hat sich oft schon ein chronischer Zustand entwickelt. 

Es gibt zwei verschiedene Formen: das allergische und das nichtallergische Asthma bronchiale. Diese Unterscheidung wird allein aufgrund der  Krankheitsursachen getroffen. Während beim allergischen Asthma (15%) spezifische Auslöser verantwortlich sind, welche auch als Allergene bezeichnet werden, entsteht die nichtallergische Form (5%) im Verlauf von Atemwegsentzündungen. 
Folgende Allergene  kommen für das allergische Asthma in Frage: 

  • Kot der Hausstaubmilben 
  • Blütenpollen von Pflanzen, Bäumen und Sträuchern 
  • Tierhaare 
  • Schimmelpilze 
  • bestimmte Stoffe am Arbeitsplatz wie Mehl, Holzstaub etc.
Beide Asthma-Formen können aber auch durch eine Vielzahl unspezifischer Auslöser hervorgerufen werden und in jedem Lebensalter vorkommen.  Diese sog. Mischformen stellen mit 80% den größten Anteil dar. Die Unterscheidung der verschiedenen Asthmaformen hat große Bedeutung für die Behandlung. Folgende unspezifische Auslöser kommen in diesem Sinne als zusätzliche ursächliche Faktoren beider Asthmaformen in Frage: 
körperliche Belastung (Anstrengungsasthma) 
  • psychische und emotionale Ursachen 
  • kalte und verschmutzte Luft 
  • bestimmte Medikamente, v. a. Beta-Rezeptorenblocker (Medikament gegen Bluthochdruck) und Acetylsalicylsäure (Medikament gegen Schmerzen).
Die Behandlung des Asthma bronchiale ist sehr komplex und beinhaltet neben einer individuellen medikamentösen Therapie eine spezifische Immuntherapie, Atemgymnastik, Klimatherapie u.a.