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  Kopfschmerzen im Jugendalter
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Für chronische oder wiederkehrende Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter gibt es ähnlich viele Ursachen wie im Erwachsenenalter. Anhaltende Kopfschmerzen bedürfen in jedem Fall einer ärztlichen Untersuchung und Behandlung. 

Am häufigsten sind sogenannte funktionelle Beschwerden, die ihre Wurzel in den Lebensgewohnheiten und Tagesabläufen der Jugendlichen haben. Einige Ursachen gehäufter Kopfschmerzen seien hier genannt:

  • "Streß" in der Schule durch Über- oder Unterforderung des individuellen Leistungsvermögens führen zum sogenannten Belastungskopfschmerz. Diese Beschwerden treten vorzugsweise an Schultagen und in der zweiten Tageshälfte auf.
  • Familiäre Konfliktsituationen oder Störungen anderer Beziehungen.
  • Nikotinmißbrauch reicht in vielen Fällen als alleinige Ursache anhaltender Kopfschmerzen aus.
  • Alkoholmißbrauch, zur Zeit besonders häufig durch Mixgetränke verursacht.
  • Drogenmißbrauch gehört heute nicht mehr zu den Seltenheiten.
  • Überhöhter Verbrauch von Coca-Cola ist als Kopfschmerzursache nachgewiesen. Entscheidend ist der Cofeinanteil, der bei Trinkmengen um 2 Liter Nebenwirkungen verursacht. 
  • Besonders morgendlicher Kopfschmerz ist nicht selten durch fehlendes Frühstück und dadurch bedingten Blutzuckerabfall verursacht. Es sollte vor der Schule zumindest etwas Warmes getrunken werden. Notfalls Traubenzucker mitnehmen.
  • Zu ausgedehnte Tätigkeit an Bildschirmen (PC, Fernsehen, Spielkonsolen). Flachbildschirme gelten diesbezüglich als weniger belastend, da sie flimmerfrei sind. 
  • Chronisches Schlafdefizit, nicht selten vor Prüfungen.
  • Unzureichende körperliche Aktivitäten und Frischluft.
  • Unerkannte Fehlsichtigkeit: Überprüfung der Sehfähigkeit durch den Augenarzt.
  • Ein chronischer Schnupfen kann auf eine Entzündung der Nasennebenhöhlen hinweisen.
In jedem Fall sollte etwa 4 Wochen lang ein Protokoll über das zeitliche Auftreten und die Dauer der Schmerzen  erstellt werden. Nur so lassen sich die richtigen Weichen zur Klärung der Beschwerden stellen. Denn in seltenen Fällen kommen unerkannte Erkrankungen als ernste organische Ursachen in Betracht, so zum Beispiel eine echte Migräne, aber auch Entzündungen oder gar Tumoren im Gehirn.